Ludwig von Senger in Kallmünz

Das Fremdenbuch der "Roten Amsel" nennt in der Besucherliste von Charles Palmié 1901 auch Gymnsialrat Ludwig von Senger.

In den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts war Ludwig von Senger in fast allen seinen Schulferien in Kallmünz und hat viele Ansichten gemalt, die in der Zeitschrift "die Oberpfalz" abgebildet wurden und als Postkarten erschienen.

Hier oben sehen wir eine stimmungsvolle in Herbstlicht getauchte Ansicht der Naabbrücke vom Schloßberg aus. Im Hintergrund die damals noch kahlen und unbebauten Hänge des Naabtals.

 

Links das "Peifferer-Haus", ein farbenprächtiges Motiv an der Spitze zwischen Graben und Naab. Der leuchtend gelbe Holzstapel vor der frühlingsgrünen Fassade kontrastiert das grau des Naab und den dunklen Schlossberg.

 

 

Das Bild links wurde ebenfalls als Postkarte veröffentlicht. Es zeigt die alte Regensburger Straße mit Blick auf den Schlossberg im Bildhintergrund. Die idyllische Ansicht fängt das Dorfleben ein.Eine alte Frau hackt Brennholzauf der Straße. Wäsche hängt zumTrocknen am Zaun, im Garten scharrt ein Huhn.

 

Viele Motive von Ludwig von Senger wurden als Postkarte veröffentlicht. Kallmünz ist eines seiner Lieblingsmotive. Die Postkarten nennen aber den Ort nicht.

 

 

 

 

Das Bild links zeigt im Vordergrund das Altwasser und das Brunntor, darüber den mächtigen Schlossberg mit der Burgruine.

Anders als bei vielen Bildern von Ludwig von Senger verschwimmen die Konturen der Häuser und der Burgruine impressionistisch.

 

Dieses Bild links tauchte unter dem Titel "Landscape" bei Ebay in den USA auf.
Es zeigt eine Wäscherin auf einem sogenannten "Floderbankl" an der Naab, im Hintergrund die steinerne Brücke und der äußere Markt, dahinter der damals kahle Stroblberg.
Zum Hintergrund: Ende des 19.Jahrhunderts kamen Touristen aus den USA nach München. Sie wollten natürlich Souvenirs der Maler der damals weltberühmten Münchner Schule mit nach Hause nehmen. Für diesen Kundenkreis fertigten die Künstler kleinformatige Bilder an. So dürfte auch dieses Bild Anfang der 20. Jahrhunderts in die USA gekommen sein.
Ein aufmerksamer Kallmünzer hat es auf Ebay gesehen und nach Kallmünz zurückgebracht.

Lebensdaten: Ludwig von Senger

1873 Waldsassen/Opf. – München 1937

Nach seiner Gymnasiazeit trat Ludwig von Senger in die Münchner Akademie ein und wurde dort Schüler bei Wilhelm von Diez und Ludwig von Herterich.

Impressionismus mit seinen Spielarten ist um die Jahrhundertwende der dominierende Stil in dem auch Ludwig von Senger malte.

Er liebte pastosen mittelgroßen Farbaufttrag und die leuchtenden Farben der Impressionisten. Kallmünz hat ihm verschiedene sehr schöne farbige Ansichten zu verdanken.

Ludwig von Senger lebte von ca. 1904 bis 1920 in Fürstenfeldbruck.


Wir arbeiten an einer Dokumentation von Malern in Kallmünz.
Über weitere Informationen zu Ludwig von Senger in Kallmünz wären wir dankbar.

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Martin Mayer: 09473 951 55 14
mayer@bergverein-kallmuenz.de

 

 

 

 


 

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