günter Schmitz Kallmünz

Günter Schmitz in Kallmünz

1940 kam Günter Schmitz als Soldat der Wehrmacht zum ersten Mal nach Kallmünz.

Nach dem Krieg kam er oft hierher zurück und malte und zeichnete den Ort. Er bekam mit seinem Freund Erik Mailick immer wieder die Ausreiseerlaubnis aus der DDR.

Das Kultureck Kallmünz verantaltete mehrere Ausstellungen mit Bildern des Günter Schmitz. 1994 widmete ihm der Ort eine Ausstellung im alten Rathaus.

Zum Werk von Günter Schmitz:
Prof. Dr. Klaus Hammer, Auszug aus dem Katalogtext „Günter Schmitz“ zum 90. Geburtstag, sieben Jahrzehnte künstlerisches Schaffen, 1999 Stadtgalerie Radebeul

„Die „Dresdner Schule“, deren schöne Malerei in der Dresdener Maltradition des ersten Jahrhundertdrittels verwurzelt ist, wurde von Wilhelm Rudolph, Bernhard Kretzschmar, Hans Jüchser, Paul Wilhelm, Karl Kröner und Theodor Rosenhauer begründet und ist bis in unsere Zeit fortgesetzt.
In diese Tradition lässt sich auch der 1909 in Chemnitz gebürtige, aber seit seiner Kindheit in Radebeul lebende Maler, Zeichner und Grafiker Günter Schmitz mit seinen Stillleben, Aktstudien und vor allem Landschaften Dresdens, der Lößnitz, des Erzgebirges und der Ostsee zwanglos einordnen. […]
„Meine Anregung war immer die Realität“ sagt Schmitz rückblickend.
Doch war er kein Verist, wie der von ihm verehrte Otto Dix. Anstelle der Unruhe in der Mal- und Zeichenweise des von ihm ebenso bewunderten Oskar Kokoschka mied er das Spektakuläre und Erregende, war ihm mehr an Stille und seelischer Stimmung, tektonischer Ordnung und Harmonie gelegen. Die Nähe, das, was ringsumher vor sich geht, liefert ihm die Motive in aller Bescheidenheit. Auch das Ferne wird in seiner Malerei wie vertraut heran geholt."

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Lebensdaten (nach Wikipedia)

Günter Schmitz 1909 - 2002

Schmitz besuchte die Schule in Kötzschenbroda und Dresden, anschließend absolvierte er von
1926 bis 1930 Lehre als Gebrauchsgraphiker in Dresden-Niedersedlitz.
1930 und 1937 Studium der Malerei an der Akademie für Bildende Künste in Dresden bei Richard Müller und Max Feldbauer, zuletzt als Meisterschüler von Ferdinand Dorsch und Rudolf Schramm-Zittau. Bereits zu dieser Zeit malte er viele Bilder vom noch unzerstörten Dresden, ein Zeitdokument der später zerstörten Stadt.

Während seiner Zeit als freischaffender Maler in Dresden zwischen 1937 und 1939 reiste er zu Studienzwecken nach Italien, Tunis, Jugoslawien, Österreich und Griechenland.

1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen, unter anderem war er beim oberpfälzischen Kallmünz stationiert.
Schmitz geriet in sowjetische Gefangenschaft, aus der er 1950 (oder 1949) zurückkehrte.

Fortan lebte er in Radebeul, zuletzt in Serkowitz in einer Villa im Augustusweg 18.

Günter Schmitz arbeitete freischaffend als Maler und Grafiker, hauptsächlich im angewandten Bereich als Werbezeichner und Illustrator. Er wurde Mitglied der Gewerkschaft 17 des FDGB (Kunst und Schrifttum). So entwickelte er sich während der 1950er und 1960er Jahre zu einem Altmeister des Werbe-Plakats in der DDR, beispielsweise für Konsum, Elbe Chemie Dresden und Textima, bis Anfang der 1970er Jahre beschlossen wurde, dass Produktwerbung als ein kapitalistisches Handeln nicht zur Staatsdoktrin passe. Auch einige Wandbilder sind von ihm, beispielsweise für das Arzneimittelwerk Dresden oder das ehemalige Sächsische Serumwerk Dresden.

Ab 1970 wendete sich Schmitz wieder verstärkt dem freien künstlerischen Arbeiten, hauptsächlich dem großformatigen Aquarell mit Motiven der Elbe und der Lößnitz, zu, er durfte mehrmals in die Schweiz, nach Italien, Dänemark, Bulgarien, Frankreich sowie nach Österreich reisen. Regelmäßig fuhr er auch nach Kallmünz zu Studien- und Malbesuchen. Die Stadt, die er immer wieder besuchte, ernannte Günter Schmitz zum Ehrenbürger. Im Jahr 2000 wurde Schmitz Mitglied im Sächsischen Künstlerbund.

1998 wurde Günter Schmitz mit dem Kunstpreis der Großen Kreisstadt Radebeul ausgezeichnet.

>>> Wikipedia Artikel

 

Wir arbeiten an einer Dokumentation von Malern in Kallmünz.
Über weitere Informationen zu Günter Schmitz in Kallmünz wären wir dankbar.

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Martin Mayer: 09473 951 55 14
mayer@bergverein-kallmuenz.de

 


 

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