Willi Ulfig in Kallmünz

Das hier gezeigte Aquarell von Willi Ulfig entstand 1954. Ursprünglich wurde es im Nachlass als Ansicht von Riedenburg bezeichnet.

Ulfigs Bild ist geprägt von seiner eigenständigen Bildsprache. Dennoch ist die Burgruine, die in Wolken übergeht, Kirch- und Rathausturm eindeutig zu identifizieren. Expressiv überzeichnet sind die Brückenbögen über die Naab. Das Frühlingsgrün der Wiese am Schmidwöhr kontrastiert die violetteFarbgebung der Vorder- und Hintergrunds.

Wie schon vorher bemerkt, hat sich das "Dreigestirn" der Regensburger Künstler Willi Ulfig, Otto Baumann und Kurt von Unruh hier rar gemacht.
Einzig Willi Ulfig kam immer wieder mal nach die Kallmünz.

Mittlerweile haben uns aufmerksame Leser auf weiter Bilder von Ulfig hingewiesen, so dieses wunderbare Aquarell links

 

Lebensdaten (nach Wikipedia)

  • geboren 1910 in Breslau, gestorben 1983 in Regensburg

  • 1928 bis 1932 Studium an der Breslauer Kunstgewerbeschule (bei Peter Kowalski) und Kunstakademie
  • 1933 verbrachte er ein halbes Jahr als Stipendiat der Kunstakademie in Italien.
  • Nach der Rückkehr verhinderte die politische Situation mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten eine künstlerische Etablierung Ulfigs, dessen Frühwerk auf dem damals geächteten Expressionismus fußt.
  • Ulfig arbeitete notgedrungen als Schriftenmaler und Bühnenbildner am Stadttheater Breslau, war als Soldat im Zweiten Weltkrieg in Frankreich stationiert (hier lernte er eine französisch geprägte, elegante Spielart expressionistischer Kunst kennen und schätzen) und schließlich Kriegsgefangener in Böhmen.
  • 1945 wurde er freigelassen begann er seine eigentliche künstlerische Entfaltung in der BRD mit der Ankunft in Regensburg (fast das gesamte malerische Werk vor 1945 ist verschollen).
  • 1946 wurde er Mitglied der neu gegründeten Künstlervereinigung "Donauwaldgruppe"
  • 1947 bis 1949 hatte er erste Galerie-Ausstellungen, seit Anfang der 1950er Jahre stellte sich zunehmender künstlerischer Erfolg ein, der ihn zum wohl wichtigsten bildenden Künstler Ostbayerns in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts machte.
  • Mit Studienreisen nach Italien, Griechenland, Ägypten, Irland, Südfrankreich und Holland schon in den frühen 1960er Jahren erweiterte er nun seine künstlerischen Themenkreise um die Landschaften Europas.
  • Zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland, die Mitgliedschaft in der Münchner Künstlergenossenschaft und der Esslinger Künstlergilde zeugen von Ulfigs Wertschätzung.
  • Den Nachlass verwaltet die Kunstgalerie Westnerwacht in Regensburg, die auch immer wieder seine Werke ausstellt.

>>> Wikipedia Artikel

 


___________________________

Wir arbeiten an einer Dokumentation von Malern in Kallmünz.
Über weitere Informationen zu Willi Ulfig in Kallmünz wären wir dankbar.

Bitte unterstützen Sie uns mit Informationen, Hinweisen auf Namen und mit Bildern:
Martin Mayer: 09473 951 55 14
mayer@bergverein-kallmuenz.de

 

 

 

  •   weitere folgen in Kürze