Ludwig Geistreiter - Kallmünz

Ludwig Geistreiter in Kallmünz

Wie viele Regensburger Maler zog es auch Ludwig Geistreiter, den Onkel von Hans Geistreiter immer wieder nach Kallmünz, wo er auch Kollegen aus München treffen konnte. Er bemalte, wie schon Kandinsky, kleine Formate, Kartons 21 x 34 cm, die leicht zu transportieren waren und auch schnell fertig gestellt werden konnten.

 

Ludwig Geistreiter war ein begeisterterLandschaftsmaler. Seine Motive fand er in den Alpen und im Raum Regensburg natürlich in Kallmünz. Die  meisten Bilder und Studien wurden beim Bombenangriff auf die  in Regensburg am 17.August 1943 zerstört. Den hier gezeigten Arbeiten sieht man noch die Kriegsschäden an.

Lebensdaten

geb. am 30.11.1892 in Regensburg. 15. Kind von Heinrich und Maria Geistreiter. Lehre bei seinem Vater und dem ältesten Bruder Heinrich (Vater von Hans Geistreiter).
Ausbildung zum Theatermaler, Bühnenbidner, Kirchenmaler und Maler.

Mit 16 Jahren Stipendium der Fürsten von TT. Ausbildung an der Königlich Bayerischen Unteroffiziersschule in Fürstenfeld-Bruck bei München.
Mittlere Reife und Ausbildung zum Berufssoldaten Infanterie und Feldartillerie.

Von 1908 bis 1923 abwechselnd stationiert in Oberbayern (Benediktbeuern) und in Regensburg (Minoritenkaserne und von der Thann Kaserne). Es hieß bei seinen Kollegen: Der Feldwebel mit den drei Stecken. Seine Malstaffelei und seinen Malkasten hatte er immer dabei.

Dienst im 11. Inf. Regiment von der Thann. Technischer Küchenchef.
1914 im August, in der Schlacht um Lothringen, schwer verwundet.

 


Lazarett in Germersheim  mit seinem ebenfalls schwer verwundeten jüngeren Bruder Karl (Stipendiat an der Kunstakademie in München.) Nach seinerAusmusterung freischaffender Künstler in München, da er eine ihm zustehende Beamtenstelle bei der Reichsbahn als Zugschaffner nicht annahm. Hungerjahre. Betreibt mit seinen Brüdern Karl und Max eine schlecht gehende Malschule. Vertreter für Büroartikel usw..

Ab 1923/24 arbeitete er bei seinem Bruder Heinz als Theatermaler und macht eine furiose Meisterprüfung (Landesbester) im Malerhandwerk. Bruder Heinz hatte zwei Söhne Heinz und Hans Geistreiter, der an der Akademie in München studierte und sich weigerte den Malerbetrieb seines Vaters zu übernehmen. Nach gravierenden Unstimmigkeiten mit seinem Sohn verkaufte Heinz Geistreiter einen Teil seines Betriebes. Bruder Ludwig erhielt die Bühnenmalerei und Bühnenbildnerei. Heinz behielt den unkündbaren  Posten eines Technischen Leiters am Stadttheater. Ludwig war zuerst freier Mitarbeiter und wurde dann als Leiter des Malsaals und Bühnenbildner fest angestellt. 1957 trat er in den Ruhestand.  Ludwig Geistreiter war vielseitig begabt. Er studierte autodidaktisch Mathematik und Philosophie. Zusammenarbeit mit Professor Schiperges von der Humbolt Universität in Berlin. Kolloquien in Zusammenarbeit mit Dr. med. Zilch, dem Herausgeber eines Buches über das Schaffen von Ludwig Geistreiter.

Ludwig Geistreiter stellte in München im Haus der Kunst aus. Er war Mitglied im Kunstverein Regensburg und in Rheinisch Westfälischen Kunstverband und stellte dort regelmäßig aus. Er war mit Anna Geistreiter geb. Pilz verheiratet und hat einen Sohn. Ludwig Geistreiter starb an 02. Januar 1977 in Regensburg.


___________________________

Wir arbeiten an einer Dokumentation von Malern in Kallmünz.
Über weitere Informationen zu Ludwig Geistreiter in Kallmünz wären wir dankbar.

Bitte unterstützen Sie uns mit Informationen, Hinweisen auf Namen und mit Bildern:
Martin Mayer: 09473 951 55 14
mayer@bergverein-kallmuenz.de

 

 

 

  •   weitere folgen in Kürze