Buchpräsentation

17.09.2021
19.30 Uhr Kirchvorplatz Kallmünz


Der Bergverein freut sich mit diesem Buch einen weiteren wertvollen Baustein zur Dokumentation der Geschichte des Ortes präsentieren zu können. Die Foto- und Postkarten-sammlung von Stephan Stoiber, die umfangreiche Fotosammlung von Georg Vielwerth und seine Geschichten über Kallmünz liefern die Basis für den spannenden historischen Spaziergang durch Kallmünz. Der Vorsitzende des Bergvereins Martin Mayer hat das Material zusammengestellt und mit Texten komplettiert.
Wir zeigen Fotos aus diesem Buch und erzählen von Kallmünzer Geschichte und Geschichten.
Wir freuen uns auf Ihren/Deinen Besuch bei unseren Veranstaltungen

Ein Spaziergang durch Kallmünz

Herausgegeben vom Bergverein Kallmünz
Postkarten: Stefan Stoiber
Fotos/Geschichten: Georg Vielwerth
Texte: Martin Mayer

Am 27.Februar 1901 trug sich eine illustre Gruppe in die Gästeliste der Roten Amsel ein. Kunstprofessor Charles Palmié war auf Kallmünz aufmerksam geworden. Mit seiner Familie, einigen Studentinnen der Damenakademie in München, wo er unterrichtete, und weiteren Künstlern und Kunstprofessoren aus München und Berlin reiste er nach Kallmünz.
Er muss von dem Ort und der Unterkunft sehr angetan gewesen sein, denn zweimal kam er im gleichen Jahr mit seinen Studentinnen und Freunden zurück. Im Dezember 1901 stellte er bereits mehr als 60 Ölgemälde und 20 Zeichnungen von Kallmünz in München aus. Er gab eine Serie von Ansichtskarten heraus (einige davon sind in diesem Buch abgebildet). Den Reinerlös verwendete er zu „Anpflanzungs- und Verschönerungszwecken“ für Kallmünz.
Am 19.3.1903 schrieb der Münchner Stadtanzeiger: „Ein reizendes Stückchen Erde in unserem bayerischen Heimatland haben Münchner Künstler entdeckt. Und durch die Gründung eines eigenen traulichen Heims, einer angenehmen, künstlerisch gestalteten Wirtschaft allen Freunden der Natur und altertümlichen Städtewesens erschlossen. Der Ort, von dem hier die Rede ist, ist Kallmünz an der Naab, das mit Recht die Perle des Naabtals genannt wird... Ein Besuch dieses entzückenden Nestes kann angelegentlich empfohlen werden.“
Der Bergverein Kallmünz e.V. fühlt sich Charles Palmié in besonderer Weise verbunden. Viele der Postkarten, die er herausgegeben hat, waren Fotografien des Künstlers. Und wahrscheinlich hat der Verein, dem auch die Ortsverschönerung ein Anliegen war, die Anpflanzung der 150 kanadischen Pappeln übernommen, die dieser im Frühjahr 1903 nach Kallmünz liefern ließ. Schon 1886 hatte der Verein eine Baumschule begründet.
Zur Erinnerung an den ersten Besuch des Namensgebers der „Perle des Naabtals“ und dem Entdecker des Ortes für die Künstler, laden wir Sie zu einem Spaziergang durch Kallmünz in alten Postkarten und Fotos ein. Kallmünz hat die Menschen seit Anfang des 20. Jahrhunderts magisch angezogen. Auf unserem Spaziergang durch Kallmünz erzählen wir über die Geschichte und Geschichten des Ortes. Wir treffen das berühmteste Liebespaar in Kallmünz Gabriele Münter mit Wassily Kandinsky. Vor allem aber begegnen wir Menschen mit ihren Geschichten, Menschen, die ihr Kallmünz lieben und sich für den Ort begeistern, so wie die Besucher.