Heinz Hindorf Kallmünz

Heinz Hindorf in Kallmünz

Heinz Hindorf kam 1935 zum ersten Mal mit seinem Lehrer und späteren Freund Magnus Zeller nach Kallmünz.

In Briefen an Magnus Zeller, der zwischen 1935 und 1940 mindestens drei Mal in Kallmünz war, fragt Heinz Hindorf nach dem "Wirtshausleben bei Wittmann" (Rote Amsel).

Ein Eintrag ins Skizzenbuch der Roten Amsel zeigt dieses Aquarell (links) , das seinen Aufenthalt von
17. Juni bis 9. August 1935 datiert. Es zeigt das Vilswehr, im Hintergrund die markanten Steinsäulen des Biregartens der "Roten Amsel".

Die Maler haben in Kallmünz nicht nur gemalt, sondern sich ganz besonders für die Höhlen im Ort und der Umgebung interessiert.

Leider konnten von Magnus Zeller (1888 - 1972) bisher keine Darstellungen von Kallmünz ausfindig gemacht werden. Der expressionistische Maler hat hier aber sicher auch einiges gemalt. In einem Brief an die Witwe von Magnus Zeller fragt Heinz Hindorf, wo Bilder von Kallmünz hingekommen seien.

In den 80er Jahren war Heinz Hindorf gelegentlich zu Besuch in Kallmünz.

Der Markt Kallmünz ist im Besitz des wunderbaren Aquarells, das hier rechts gezeigt wird.

 

Lebensdaten

Heinz Hindorf 1909 - 1990

1909 in Jena geboren, Vater ist evangelischer Pfarrer

1928 Abitur in Schulpforta, Naumburg an der Saale

1928 - 1932 Studium der evangelischen Theologie und Kunstgeschichte in Berlin, Jena und Göttingen, Abbruch des Theologiestudiums nach dem 8. Semester

1932 Organisation einer Ausstellung mit Werken von Kollwitz, Zeller, Segal, Marcks u.a.

1934 Beginn des Studiums der Malerei bei Prof. Magnus Zeller in Berlin. Durch Zeller Begegnungen mit Käthe Kollwitz, Schmidt-Rottluff, Jäckel, Heckel und Pechstein

1935 Aufenthalt mit Magnus Zeller in Kallmünz

1935 - 1937 Studienaufenthalt in Italien, zum Teil mit seinem Lehrer Magnus Zeller in Rom. Ermöglicht wird der Aufenthalt durch finanzielle Unterstützung seines Bruders Stephan

1938 wieder in Deutschland wird er Meisterschüler von bei Prof. Werner Peiner in Kronenberg

1940 Heirat mit Ilse Jakobsen. ( 2 Kinder: 1942 Sohn Holger, 1944 Tochter Hadmuth)

1941 wird Hindorf Soldat, er wird als Kriegsmaler eingesetzt

1942 - 1944 in Russland

1944 - 1945 in Italien, dort bis 1946 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft

ab 1945 tätig als freischaffender Maler

1954 Umzug nach Michelstadt im Odenwald

ab 1955 in Zusammenarbeit mit der Werkstatt Robert Münch erlernen der Technik der Glasmalerei und des Mosaiks

1956 Erste Glasfenster, seitdem arbeitete Heinz Hindorf fast ausschließlich als Glasmaler.

Ca. 150 Kirchenfenster hat er gestaltet u.a. Dom von Worms und Braunschweig

1979 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

>>> Wikipedia Artikel

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Wir arbeiten an einer Dokumentation von Malern in Kallmünz.
Über weitere Informationen zu Heinz Hindorf und Magnus Zeller in Kallmünz wären wir dankbar.

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