Hugo Krayn kallmünz, Bayerl Anwesen

Hugo Krayn in Kallmünz

Eine absolute Seltenheit: Hugo Krayn hat in Kallmünz nicht die große Landschaft gemalt, das Brunntor, die schmucken Häuser oder die Naabbrücke, wie seine Malerkollegen. Ihn interessiert die düstere Durchfahrt von der Vilsgasse durch den Gasthof zur Post, das Bayerl Anwesen.
Heute ist diese Durchfahrt vergessen und zugeschüttet.

1910 ist das kleine Ölgemälde datiert, das hier gezeigt wird.
Was Hugo Krayn nach Kallmünz geführt hat ist nicht bekannt.

Was hier über seinen Aufenthalt in Davos, wo er eine ernsthafte Krankheit ausheilte, gesagt wird, ist zu übertragen auf seinen Aufenthalt in Kallmünz:
"Es ist bezeichnend, dass er in Davos nicht die Landschaft als solche, die ragenden Berge und ansteigenden Matten, sondern die engen Gassen des Dorfes darstellt..." In Kallmünz sucht er sich die dunkle Durchfahrt durch das Bayerlanwesen als Motiv.

1919 wurde Hugo Krayn ein Band der "junge Kunst" gewidmet in einer Reihe mit Max Pechstein, Paula Becker-Modersohn und anderen, kein geringerer als Lovis Corinth hat das Vorwort dazu verfasst.

 

Lebensdaten (nach Wikipedia)

  • geboren 1885 in Berlin, gestorben 1919 Berlin

  • Krayn kam 1902 auf die Berliner Kunstgewerbeschule, Schüler Emil Orliks in dessen Klasse für Graphik und Buchkunst von 1905 bis 1910.

  • Das industrielle Berlin, seine Einwohner auf der Straße und in ihrer Arbeitswelt waren seine Themen.

  • Auch während eines Erholungsaufenthaltes in Davos waren seine Eindrücke eher die der Enge des Dorfes als die Monumentalität der Gebirgslandschaft.

  • Krayn stellte in der Berliner Sezession, deren Mitglied er 1915 wurde, und im Deutschen Künstlerbund aus. Die Stadt Berlin kaufte Bilder von ihm an.

  • In Wiesbaden war er auf der Großen Kunstausstellung 1918 vertreten. 1919 starb Krayn an der weltweit grassierenden Spanischen Grippe, die mit ca. 25 Millionen Toten mehr Opfer gefordert hat als der Erste Weltkrieg mit ca. 17 Millionen.

  • Ein großer Teil seiner Arbeiten ging bei einem Fliegerangriff auf Berlin verloren. Einige seiner Werke befinden sich noch in Privatbesitz. Eines befindet sich im Besitz der Marktgemeinde Kallmünz.

 

Literatur: Karl Schwarz, Hugo Krayn. Mit einem Vorwort von Lovis Corinth. Leipzig : Klinkhardt & Biermann 1919

 

>>> Wikipedia Artikel

 

 


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Wir arbeiten an einer Dokumentation von Malern in Kallmünz.
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